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  • Bubble-Kerzen selber machen: DIY-Anleitung zum Gießen
  • Bubble-Kerzen selber machen: DIY-Anleitung zum Gießen

    Cap-Nature


    Inhaltsverzeichnis

    Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie sich Bubble-Kerzen selber machen lassen: von der Materialwahl über das Gießen bis zur Farbgestaltung. Wer Kerzen herstellen möchte, erhält eine praxisnahe Grundlage für den ersten Versuch.

    DIY-Bubble-Kerzen gießen und selber gestalten

    Bubble-Kerzen verbinden dekoratives Design mit einem handwerklichen Prozess. Ihre kugelige Struktur entsteht in speziellen Silikonformen. So wird jeder Guss zu einem kleinen Stück Deko.

    Bubble kerzen selber machen anleitung: Zwei helle Holzdosen mit Aufschrift und Bohrung, ideal zum Gießen von Bubble-Kerzen.

    Material für DIY-Kerzen vorbereiten

    Wer als Anfänger Kerzen selber machen möchte, sollte zunächst alle Materialien vollständig bereitstellen, bevor das Wachs erhitzt wird: Eine begonnene Schmelze wartet nicht. Für rund sechs Bubble-Kerzen werden ungefähr 1 kg Kerzenwachs benötigt; die genaue Menge hängt vom Volumen der gewählten Kerzenform ab. Für die Kerzenherstellung brauchen Sie außerdem einen Wasserbad-Topf, Holzstäbchen, Gummibänder und eine feine Nadel.

    • Kerzenwachs: Für die Herstellung freistehender Bubble-Kerzen ist ein Schmelzpunkt von mindestens 57 °C erforderlich. Geeignet sind Rapswachs, Bienenwachs, Stearinwachs und passendes Paraffinwachs. Sojawachs ist allein zu weich für freistehende Formen und bleibt Behälterkerzen vorbehalten.
    • Kerzendocht: Verwenden Sie ausschließlich reine, bleifreie Baumwolle. Die Stärke richtet sich nach dem mittleren Durchmesser der Kerzenform: dünne Dochte für 5–6 cm, mittlere für 7–8 cm und dickere Dochte ab 9–10 cm Durchmesser.
    • Farbe und Duft: Beim Färben wird Kerzenfarbe oder Wachsfarbe sparsam dosiert: etwa 2–4 g pro 1 kg Wachs. Eine Überdosierung beeinträchtigt das Brennverhalten. Ätherische Öle oder Duftöle werden während des Schmelzens eingerührt.

    Jeder Docht muss vor dem Einsatz vollständig gewachst werden. Tauchen Sie ihn dafür 30 Sekunden bis 2 Minuten in geschmolzenes Wachs bei maximal 70–75 °C. Legen Sie ihn anschließend gerade auf Pergamentpapier und lassen Sie ihn etwa eine Stunde aushärten. Ein schief getrockneter Docht lässt sich im festen Wachs nicht mehr korrigieren.

    Die Silikonform für Kerzen vorbereiten

    Eine gute Anleitung zum Kerzen-Gießen mit einer Silikonform beginnt mit der Kontrolle: Die Form muss sauber, trocken und frei von Fettrückständen sein. So haftet das Wachs zuverlässig, während Silikon das spätere Entformen erleichtert. Für kugelige Bubble-Kerzen sind solche Formen besonders geeignet; andere Silikonformen bereiten Sie nach demselben Prinzip vor. Stellen Sie die Form auf eine stabile, ebene Unterlage, bevor Sie den Docht einsetzen.

    Stechen Sie mit einer feinen Nadel oder Sicherheitsnadel mittig ein kleines Loch in den Boden der Form. Führen Sie den gewachsten Docht von der Spitze her ein, ziehen Sie ihn nach oben und halten Sie ihn dort mit einem Holzstäbchen sowie Gummibändern oder Bobby Pins zentriert. Der Metallfuß des Dochts muss exakt mittig sitzen, sonst entsteht eine ungleichmäßige Flamme. Ein Doppelknoten am unteren Ende dichtet die Öffnung am Formhals ab.

    Wachs für die Bubble-Kerze schmelzen

    Das Wachs wird ausschließlich indirekt im Wasserbad erhitzt. Direktes Erhitzen im Kochtopf ist wegen der Brandgefahr ausgeschlossen. Wachsdampf kann sich ab etwa 180 °C selbst entzünden. Ein Schmelzthermometer ist dann sinnvoll, wenn präzise Temperaturen eingehalten werden sollen, etwa beim Einrühren von Duftölen oder Kerzenfarbe kurz vor dem Gießen. Stearin und Rapswachs schmelzen bei rund 65 °C beziehungsweise 57–61 °C.

    Geben Sie die Wachsfarbe beim Färben in kleinen Mengen zum flüssigen Wachs und rühren Sie sie gleichmäßig ein. Für einen schnellen Farbtest tropfen Sie etwas flüssiges Wachs auf kaltes Wasser. Der erkaltete Fleck zeigt die endgültige Farbe. Bei mehrfarbigen Kerzen muss jede Farbschicht vollständig aushärten, bevor die nächste folgt. Gießen Sie das Wachs anschließend in einem dünnen, ruhigen Strahl in die Mitte der Form.

    Nach etwa einer Stunde lässt sich eine Einwölbung durch Nachgießen ausgleichen. Danach härtet die Kerze am besten über Nacht vollständig aus. Für detaillierte Wachsvergleiche bietet der Vergleich der Kerzenwachse eine fundierte Übersicht zu Schmelzpunkten und Eigenschaften.

    Kerzen sicher aushärten und anzünden

    Nach dem vollständigen Aushärten: mindestens 24 Stunden bei Raumtemperatur: lösen Sie die Bubble-Kerze vorsichtig aus der Silikonform. Falls sie sich schwer entnehmen lässt, hilft ein kurzer Aufenthalt im Kühlschrank. Kürzen Sie den Docht auf etwa 5 mm über der Oberfläche und wiederholen Sie diesen Schritt vor jedem Gebrauch.

    Beim ersten Anzünden muss das Wachs vollflächig bis zum Rand schmelzen, damit keine Hohlräume entstehen. Stellen Sie die fertige DIY-Kerze auf eine stabile, hitzebeständige Unterlage und halten Sie sie von Zugluft fern. Wer tiefer in die Dochtwahl einsteigen möchte, findet bei der Anleitung zum Gießen mit Baumwolldochten weiterführende Informationen zu Stärken, Vorwachsen und Befestigung.

    Häufig gestellte Fragen

    Wie viel Wachs braucht man, um Bubble-Kerzen selber zu machen?

    Für rund sechs Bubble-Kerzen aus einer Standardsilikonform werden ungefähr 1 kg Kerzenwachs benötigt. Die genaue Menge richtet sich nach dem Volumen der gewählten Kerzenform: Kleinere Formen verbrauchen entsprechend weniger. Beim DIY-Kerzengießen empfiehlt sich etwas zusätzliches Wachs, damit sich Einwölbungen nach dem Abkühlen durch Nachgießen ausgleichen lassen. Schmelzen Sie Wachsreste alter Kerzen, schneiden Sie angebrannte Dochtenden vorher ab. So gelangen keine Verunreinigungen in das Wachs.

    Welche Wachsarten eignen sich am besten für DIY-Bubble-Kerzen?

    Freistehende Bubble-Kerzen benötigen ein hartes, formstabiles Wachs mit einem Schmelzpunkt von mindestens 57 °C. Geeignet sind Rapswachs (57–61 °C), Bienenwachs (62–65 °C), Stearin (ca. 65 °C) sowie geeignete Paraffinwachs-Mischungen (46–68 °C). Sojawachs schmilzt bereits bei 49–52 °C und eignet sich deshalb besser für Duftkerzen im Glas.

    Der Unterschied liegt im Detail: Bienenwachs brennt besonders langsam und gleichmäßig, während Rapswachs durch regionale Herkunft und biologische Abbaubarkeit überzeugt. Paraffinwachs ist dagegen ein fossiles Mineralwachs ohne Nachhaltigkeitsprofil.

    Welche Fehler können beim Kerzengießen am häufigsten passieren?

    Beim DIY-Kerzengießen sitzt der Docht häufig nicht richtig: Ist der Metallfuß nicht mittig fixiert oder der Docht nicht vorgewachst, brennt die Kerze ungleichmäßig. Auch ein Überhitzen des Wachses ist problematisch. Erhitzen Sie Wachs niemals direkt im Kochtopf, denn Wachsdampf kann sich ab etwa 180 °C selbst entzünden.

    Zu viel Kerzenfarbe beim Färben beeinträchtigt das Brennverhalten. Wird die Kerze zu früh aus der Form gelöst, kann sie sich verformen. Ausreichende Aushärtezeit verhindert diesen Fehler; idealerweise bleibt die Kerze über Nacht in der Silikonform.